In unserem Keller liegt neuerdings eine Luftmatte. Und zwar eine ziemlich dicke. Zwölf Zentimeter misst die aufblasbare Campingmatte von Semptec, dazu kommen ein integriertes Kopfkissen und – jetzt wird es interessant – eine eingebaute Fußpumpe.
Unser erster Test fällt jedenfalls schon einmal ziemlich eindeutig aus: Das Ding lässt sich tatsächlich bequem und vor allem idiotensicher aufblasen. Kein Herumhantieren mit einer separaten Pumpe, kein Aufblasen mit dem Mund und auch kein Rätselraten, welcher Anschluss jetzt eigentlich wohin gehört.
Ein paar Tritte, und die Matte steht
Das Prinzip ist denkbar einfach: Matte ausrollen, Ventil öffnen und mit dem Fuß auf die integrierte Pumpe treten. Gerade beim Camping finden wir das praktisch. Denn wenn man nach einer längeren Anfahrt, einer Wanderung oder einem Tag mit Kindern auf dem Campingplatz ankommt, möchte man nicht erst noch eine kleine technische Meisterprüfung in Sachen Schlafplatzaufbau ablegen.
Nach einigen Tritten ist die Matte ordentlich gefüllt, zur Not helfen auch noch einige kräftige Luftstöße mit dem Mund. Die 12 Zentimeter Luftpolsterung machen dabei einen deutlichen Unterschied zu klassischen dünnen Isomatten. Man liegt nicht direkt auf dem Boden und bekommt entsprechend etwas mehr Abstand zu Unebenheiten und Kälte.
Kopfkissen gleich eingebaut
Ebenfalls praktisch: Das Kopfkissen ist bereits Bestandteil der Matte. Man muss also nicht noch ein zusätzliches Kissen mitschleppen. Mit 200 x 68 Zentimetern ist die Matte außerdem ausreichend lang und breit, zumindest für unsere üblichen Camping- und Outdoor-Einsätze. Die Breite ist natürlich etwas anderes als bei einer heimischen Matratze – dafür bleibt die Matte mit rund einem Kilogramm Gewicht angenehm transportabel.
Und wenn zwei drauf sollen?
Auch daran hat Semptec gedacht. Über Druckknöpfe lassen sich zwei Matten miteinander verbinden. Aus zwei einzelnen Schlafplätzen kann damit eine größere Liegefläche werden.
Das ist vor allem dann interessant, wenn man nicht alleine unterwegs ist und aus zwei Einzelmatten zumindest eine gemeinsame Fläche machen möchte.
Was kommt am Ende in den Rucksack?
Nach dem Einsatz wird die Luft wieder abgelassen, die Matte zusammengefaltet und verschwindet in der mitgelieferten Tragetasche. Das Ganze ist damit deutlich kompakter als eine klassische Schaumstoffmatte.
Die Matte besteht aus Polyester und TPU und bringt laut Hersteller rund 1.000 Gramm auf die Waage. Das ist für eine 12 Zentimeter dicke Luftmatte ein durchaus interessanter Wert.
Gedacht ist sie für Camping, Trekking und Festivals – oder schlicht als zusätzliche Schlafmöglichkeit zu Hause, wenn sich spontan Besuch ankündigt.
Unser erster Eindruck
Der erste Test war jedenfalls ziemlich unkompliziert. Auspacken, ausrollen, drauftrampeln – fertig.
Genau das gefällt uns bisher an der Semptec-Matte. Sie versucht nicht, aus einer Isomatte ein Hightech-Produkt zu machen, sondern löst ein ziemlich banales Campingproblem angenehm einfach und per Fußtritt 🙂




