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Wenn der Herbst kommt: Mit trockenen Füßen über nasse Trails

Der Herbst ist beim Wandern so eine Sache. Einerseits gibt es diese Tage mit klarer Luft, bunten Wäldern und Fernsicht bis zum Horizont. Andererseits reicht manchmal ein kurzer Schauer, und aus dem schönen Wanderweg wird eine Mischung aus nassen Wurzeln, Matsch und rutschigem Fels. Genau dann zeigt sich, was ein Wanderschuh tatsächlich kann. Für die Herbst-/Wintersaison 2026 hat Columbia seine Peakfreak-Serie überarbeitet und gleich mehrere neue Modelle mit OutDry-Wetterschutz vorgestellt. Für Herren stehen dabei vor allem zwei Serien im Mittelpunkt: der Peakfreak Titanium OutDry als technisch ausgerichtete Variante und der Peakfreak 3 OutDry als etwas universellerer Allrounder. Beide gibt es jeweils als Low- und Mid-Cut.

OutDry statt nasser Füße

Das gemeinsame Thema der Schuhe steckt schon im Namen: OutDry. Die wasserdichte Membran wird direkt mit dem Obermaterial verbunden. Dadurch entsteht kein zusätzlicher Zwischenraum zwischen Außenmaterial und Membran, in dem sich Wasser sammeln kann. Das klingt zunächst nach einem Detail für die Technikabteilung, macht sich beim Wandern aber durchaus bemerkbar. Gerade im Herbst, wenn Regen, nasses Gras und feuchte Wege zum normalen Tourenprogramm gehören, ist es angenehm, wenn die Füße möglichst trocken bleiben. Gleichzeitig soll Wasserdampf von innen nach außen entweichen können. Denn wasserdicht ist beim Wanderschuh zwar schön – ein komplett abgeschotteter Fuß nach mehreren Stunden bergauf allerdings weniger.

Zwei Schuhe, eine ziemlich klare Richtung

Beim Peakfreak Titanium OutDry legt Columbia den Schwerpunkt stärker auf anspruchsvolles Gelände. Eine aufgedruckte Geo-Cage-Struktur unterstützt Mittel- und Vorfuß, dazu kommen eine stabilisierende TPU-Konstruktion und die Vibram-Megagrip-Außensohle mit 5-Millimeter-Stollen. Gerade beim Abstieg auf nassem Untergrund dürfte das interessant sein. Das NAVIC FIT SYSTEM soll den Mittelfuß fixieren und verhindern, dass der Fuß im Schuh nach vorne rutscht. Wer schon einmal auf einem steilen, matschigen Wanderweg unterwegs war, weiß, dass genau solche Kleinigkeiten irgendwann ziemlich wichtig werden.

Der Peakfreak 3 OutDry ist etwas stärker auf den Alltag als Allround-Wanderschuh ausgerichtet. Auch hier gibt es die OutDry-Membran, das NAVIC FIT SYSTEM und eine Techlite+-Zwischensohle. Die Adapt-Trax-Außensohle arbeitet mit 4-Millimeter-Stollen und ist für unterschiedliche Untergründe ausgelegt. Damit sind beide Serien weniger reine Schönwetter-Wanderschuhe, sondern Modelle für Touren, bei denen man vorher nicht unbedingt weiß, was hinter der nächsten Kurve wartet.

Low oder Mid? Das ist am Ende Geschmackssache

Beide Herrenserien gibt es als Low- und Mid-Cut. Die niedrige Variante ist leichter und beweglicher und passt gut zu normalen Wanderungen, schnellen Touren oder Wegen, bei denen man nicht ständig mit Geröll und schwierigen Passagen zu tun hat. Die Mid-Variante bringt etwas mehr Material und Halt im Knöchelbereich mit. Das kann auf längeren Touren oder anspruchsvolleren Wegen angenehm sein. Dafür ist sie naturgemäß etwas schwerer.

Beim Gewicht bleiben die Schuhe trotzdem vergleichsweise leicht: Der Peakfreak Titanium OutDry liegt bei rund 436 Gramm pro Schuh, die Mid-Version bei etwa 466 Gramm. Der Peakfreak 3 OutDry kommt auf rund 412 Gramm, die Mid-Variante auf 436 Gramm. Für uns ist das gerade bei längeren Familienwanderungen ein nicht ganz unwichtiger Punkt. Denn irgendwann zählt nicht mehr nur, wie viel Profil eine Sohle hat, sondern auch, wie viel Gewicht man bei jedem Schritt den Berg hinaufträgt.

Für Herbsttouren gemacht

Was uns an der neuen Peakfreak-Kollektion vor allem auffällt: Columbia versucht hier nicht, aus einem Wanderschuh eine eierlegende Wollmilchsau zu machen. Die Modelle setzen ziemlich konsequent auf das, was draußen gefragt ist: Wetterschutz, Grip, Dämpfung und einen sicheren Sitz im Schuh.

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