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14. November 2017 Kommentare (0) Allgemein, Winter, Winter-Tipps

So entsteht ein Schlitten: Holz und viel Wissen

Holzschlitten aus der Hochrhön, sind so etwas wie die Rolls Royce unter den Rodeln: Gefertigt aus hochwertigem Holz, alles Handarbeit und unglaublich beständig. Besuchen wir doch einen der wenigen Handwerker die noch Holzschlitten herstellen! Dazu muss man in die Rhön fahren um zu sehen, wie ein klassischer Holzschlitten entsteht. Damit Ihr auch wisst, wo Ihr am besten die Berge runtersausen könnt, hat uns Bayerntourismus ein paar Tipps gegeben.

Holzschlitten sind eine Leidenschaft, die oft ein Leben lang hält. Das gilt für die waghalsigen Piloten, genau so wie für die Handwerker welche Holzschlitten in der traditionellen Bauweise fertigen. In Leubach bei Fladungen gibt es eine Werkstatt, welche die begehrten Holzschlitten herstellt. Andreas Weber und Alexander Hergenhan sind die Hüter einer langen Tradition. Die beiden haben das ganze Jahr über mit den Holzschlitten zu tun. Mit dem Jahreswechsel beginnt die Zeit, um das Eschenholz zu präparieren. Weber und Hergenhan verwenden nicht irgendein Holz für ihre Schlitten: Es ist Esche die aus den Wäldern der Rhön stammt und hat längere Fasern und hält langer als Buchenholz. Um das Holz biegen zu können kommt es in kochendes Wasser. Anschließend spannen es die beiden in eine Biegemaschine ein. Jetzt müssen die Kufen zwei bis drei Monate trocknen. Der Bau von einem Holzschlitten ist Geduldssache. Um die markanten Hörner der Holzschlitten zu biegen ist viel Wissen und Geschick erforderlich. Die beiden Schlittenbauer sind ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt. Was so einfach aussieht, haben die zwei in vielen Jahren gelernt.

Holzschlitten als Transportmittel

In der Scheune die von einem alten Bollerofen beheizt ist, stapeln sich die Bauteile für die Holzschlitten. Alexander Hergenhan erklärt die Besonderheit von einem Davos Holzschlitten: „Das sind Schlitten mit einer halbkreisförmigen Kufe, an deren oberem Ende die äußeren Latten anschließen. Es gibt noch die Hörner- oder Gebirgsrodel und den klassischen Rennrodel.“ Seit 1928 stellt die Familie Weber Holzschlitten her. Damals sind diese weniger zum Rodeln als reines Freizeitvergnügen gedacht gewesen, sondern dienten dazu sich im Winter fortbewegen zu können. Auch ihre Einkäufe transportieren die Menschen in der Rhön mit Holzschlitten. Kein Wunder, dass die Modelle von Weber und Hergenhan massiv gebaut sind. Leider gehören beide zu den Letzten die noch wissen wie man traditionelle Holzschlitten baut. Sie hämmern, bohren und passen Einzelteile ein. Mit jedem Arbeitsschritt ist zu erkennen, wie der Holzschlitten entsteht. Im Gegensatz zu industriell gefertigten Holzschlitten, haben die Weber Schlitten einen Sitzmulde. Bei steilen Abfahrten gibt das zusätzlich Sicherheit. Zum Schluss bekommt der fertige Holzschlitten einen Brennstempel „Weber-Davos“ steht nun auf einer Sitzlatte. Ab 69,99 Euro gibt es einen solchen handgefertigten Holzschlitten zu kaufen. Eine Leidenschaft, die ein Leben lang hält.

Mehr Infos unter:

http://www.weber-schlitten.de

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