Mit dem Bike unter Tage, im Bob durch den...

Auf Schlitten in die schönste Sackgasse der Welt

15. Januar 2020 Kommentare (0) Sommer-Tipps, Winter, Winter-Tipps

Hans und das neue nordische Herz von Hochfilzen

Das Fairhotel Hochfilzen und die Nordic Academy bilden in Hochfilzen so etwas wie die „neue Mitte“, das neue nordische Herz des bekannten Biathlon-Orts. Mit Tirols erstem Passiv-Energie-Hotel und einem nordischen Sportzentrum, das viele Anleihen aus der Sportwissenschaft nimmt, entstand seit 2014 ein nordischer Gegenpol für Jedermann unweit der Biathlon-Weltcup-Loipen.

Im Sommer, als wir nebenan in Fieberbrunn die Gästekarte zum Glühen gebracht hatten und auch die kostenlosen Zugfahrten bis nach Kitzbühel oder Wörgl genutzt hatten, waren wir, quasi der Vollständigkeit halber, auch ans östliche Ende des Pillertals gefahren, nach Hochfilzen. Beim Umsteigen war uns gleich in der Nähe das Fairhotel Hochfilzen aufgefallen, das wir uns – alleine schon wegen der praktischen Lage auf dem Aussichtshügel in der Panoramakurve der traditionsreichen Gisela-Bahn – mal genauer anschauen wollten.

Gesagt, getan. Und nun sitzen wir mit Hans Eder in der Lobby. Hans ist Landwirt. „Schon immer gewesen und das werde ich auch immer sein“. Aber er ist auch ein Hochfilzener Ideenhaber und Ideengeber, ob im Tourismusverband oder als Gemeindevorstand. Er selber würde sich natürlich niiiieeee so bezeichnen, aber er hatte doch den Mumm, in Hochfilzen mit dem Fairhotel ein neues Kapitel aufzuschlagen. Als Landwirt, der ein Herz für die Natur hat. Ein Passiv-Energie-Hotel sollte es sein, so startete Eder in die Idee, auf den Wiesen entlang der Dorfloipe einen neuen, nachhaltigen Anziehungspunkt für die Gäste zu schaffen. 2013 startete Hans Eder mit dem energiepassiven Bau – mit konsequenter Isolierung und leistungsstarken Wärmepumpen, die dafür sorgen, dass die Temperatur auch dahin gelangt, wo sie guttut. Wir können’s gleich vorweg verraten: Gefroren haben wir bei unserem Aufenthalt kein einziges Mal, die Heizung ließ sich auch individuell regeln, um die Skiklamotten zu trocknen – und auch sonst war alles, wie in einem „normalen“ Hotel.

Nur eben mit einem deutlich besseren ökologischen Fußabdruck. Die energieoptimierte Architektur ohne Wärmebrücken und mit ausgezeichneter Dämmung, die Ausrichtung des Baukörpers und die kontrollierte Be- und Entlüftung für die Wärmerückgewinnung sind so gut abgestimmt, dass der Energiebedarf je Gast unter Passivhausstandard liegt. Etwa einen Euro pro Tag und Gast braucht Hans Eder für die Energieversorgung, inklusive Strom für Teekocher und Kaffeemaschine, Energie für die ansprechende Sauna im Wellnessbereich. Selbst die Baumaterialien sind klimafreundlicher als üblich. Zement (Angeberwissen: Zement ist mit seiner Herstellung für acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich!) steckt keiner im Fairhotel, dafür soviel Holz wie irgend möglich.

Das „irgend möglich“ ist so ein Thema, das einen Vordenker wie Eder umtreibt. Nur einmalig in den Umweltschutz zu investieren und ein Passiv-Energie-Hotel hinzustellen, ist ihm zu wenig, auch das „tägliche Leben“ soll möglichst nachhaltig sein. Gerne hätte Eder eine Hackschnitzel-Heizanlage mit Material aus dem eigenen Wald realisiert („Wir brauchen so wenig Energie, dass sich so eine Anlage nie und nimmer lohnen würde“), gerne würde er eigene Milch („Bis die auf dem Tisch stehen darf, ist ein Ordner voll – und einen Schaum fürn Cappuccino kriegst du trotzdem nicht hin!“) und eigene selbst erzeugte Produkte aus dem Bauernhof einige 100 Meter weiter zum Frühstück kredenzen, aber die einzelnen Schritte sind wegen rechtlicher Vorgaben und den verschiedensten Hürden dann doch kleiner als gewünscht: Trotzdem gibt’s zum Frühstück am Büffet viele regionale Bioprodukte, vor allem das halbe Dutzend selbstgemachter Marmeladen schmeckt richtig lecker und kommt gleich von nebenan!

Das alles sind die Nachhaltigkeitsbemühungen, die weitgehend im Verborgenen bleiben. Zurück bleibt die Erinnerung an helle Farben in Naturtönen, große Fenster mit gigantischem Blick in Richtung Buchensteinwand, viel Holz und eine richtig gemütliche Atmosphäre im Hotel. Direkt vor der Tür starten im Winten die Loipen, nur unweit liegt das legendäre Biathlon-Weltcup-Stadion, das allerdings nur für Profis geöffnet ist. Im Sommer genießt man von Anfang an besten Panoramablick zur Bike- oder Wandertour. Dabei wiederum hilft die Nordic Academy: Gemeinsam mit Hans Eder hat sich auch der Sportwissenschaftler Markus Förmer im Fairhotel Hochfilzen einen Traum erfüllt. Mehr über die Nordic Academy eine Tür weiter lest ihr hier!

Weitere Informationen über das Fairhotel Hochfilzen findet ihr direkt beim Hotel!

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