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31. Mai 2018 Kommentare (0) Allgemein, Sommer, Sommer-Tipps, Wandern & Bergsteigen

Wandern mit Kindern auf der Schwäbischen Alb: Der Doppel-Burgen-Tag

Einen Mangel gibt es auf der Schwäbischen Alb sicher nicht: Es fehlt weder an Burgen noch an Höhlen. In die Unterwelt zieht es und heute weniger, sondern wir bleiben im Tageslicht und wandern vom Stammsitz der Staufer zum Wäscherschloss und zurück. Kinder sind bei dieser Tour gerne dabei, denn Ritter und Burgen faszinieren die Kleinen.

Von der Alb bis Sizilien herrschten einmal die Staufer. Alles begann am Hohenstaufen bei dem Dorf Hohenstaufen auf der Burg Hohenstaufen. Kaiser Friedrich Barbarossa, besser als Kaiser Rotbart bekannt, entstammt auch dieser schwäbischen Adelsdynastie. Nur wenigen grausamen Intrigen, essen die Italiener heute Spaghetti und keine Spätzle. Los geht es bei  der Jugendherberge Hohenstaufen. In Sichtweise vom, genau, dem Hohenstaufen mit der Ruine Hohenstaufen. (langsam sollten die Begriffe sitzen). Den zwei ge Wanderwegen 1 (rot markiert) und 2 (blau markiert) folgen. Es geht bergab und bald kommt Ihr über den Stauferweg in das Dorf Maitis. Orientiert Euch an der Kirche. Nehmt links den Friedhofsweg. Wandert auf ihm bis er endet und in einen Feldweg übergeht. Wandert weiter auf das Frauenholz zu. Folgt dort dem Beutenbach und den Markierungen zum Wäscherschloss. Nach Erkenntnissen von Experten, soll dort die Keimzelle der Staufer gewesen ein. Der Adelige  Friedrich von Büren, er errichtete hier eine Festung, hatte einen Sohn. Den späteren Friedrich I.,Herzog von Schwaben. Dem Junior ist es im Wäscherschloss bald zu eng gewesen und so zog er in die eigenen vier Wände. Er errichtete die Burg Hohenstaufen, auf dem Berg Hohenstaufen beim Dorf Hohenstaufen.

Wandern mit Kinder auf der Schwäbischen Alb: Zeitreise im Wäscherschloss

Eher untypisch sieht das das sechseckige Wäscherschloss  aus. Es ruht auf einer trapezförmigen Buckelquadermauer. Wo sind hier die Zinnen? fragen sich manche Besucher. Einige Geheimnisse hat die Anlage bis heute für sich behalten. So auch die Frage, ob dieses Bauwerk nur ein Vorwerk für die Burg Büren gewesen ist. Von dieser Festung ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Wer in das Wäscherschloss will, der kommt an der  Stauferstele vorbei. 35 , Stand Mai 2018, gibt es in Europa. Sie sind in Orten zu finden, die im besonderen Zusammenhang mit den Staufern stehen. Seit  2014 gibt es die Stauferstele vor dem Wäscherschloss. “ Wäscherburg Stammsitz der Herren von Staufen“ ist dort eingemeißelt und weiter „Die Reichsschenken von Limpurg Dienstmannen der staufischen Kaiser und Könige erbauten um 1225 / 35 die Wäscherburg“  Besonders traurig ist die Geschichte vom  Minnesäger Schenk Konrad vom Limpurg. Eine Art Robbie Williams vom Mittelalter. Der Sänger begleitete den letzten Stauferherzog Conradin von Schwaben, als dieser nach Italien zog. In der Schlacht von Tagliacozzo, am 23. August 1268, unterlag die Staufer den Rittern der Guelfen.  Schenk Konrad von Limpurg überlebt. Anders als der  16 jährigen Konradin.  Karl von Anjou, der Sieger der Schlacht von Tagliacozzo, ließ den jugendlichen Staufer  und seine adelige Begleitung auf der Piazza del Mercato in Neapel am 29. Oktobver 1268 enthaupten. Damit endete das Adelsgeschlecht der Staufer. Wir ziehen die Köpfe ein und betreten das Wäscherschloss. Der Eintritt lohnt sich. Es sind  Waffen der Ritter zu sehen. Außerdem ist eine typische Speisetafel nachgebaut. Kalorienbewusst sind die Adeligen damals kaum gewesen. Auch lässt sich sehen, mit welchen Zutaten und Geräten die Menschen im Mittelalter  kochten. So geht es immer wieder die knarrenden Holztreppen hinauf. Im obersten Stockwerk angekommen lohnt sich ein Blick aus dem Fenster. Von dort aus gibt es den Hohenstaufen zu sehen. Darauf wollen wir wieder zurück. Zuerst geht es durch den Wäscherhof. Folgt dem Weg mit der blauen Drei. Wandert Richtung Maitis. Dort wieder auf den Staufenweg gehen und auf dem gleichen Weg wie zuvor, geht es nun bergauf nach Hohenstaufen zur Jugendherberge. Wer möchte und noch Kraft hat, wandert von dort aus auf dem Berg Hohenstaufen. Der Schotterweg führt um ihn herum, hinauf zur Burgruine Hohenstaufen. Jetzt reicht der Blick bis zum Wäscherschloss und weiter. Doch viel weiter haben es die Staufer einmal gebracht.

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